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Der Petersdom: Seitenaltäre, Grabdenkmäler und Kathedra

Von blackman

Es würde jeden vernünftigen Rahmen sprengen, wollte man alle Seitenaltäre und Grabdenkmäler, die sich im Petersdom befinden, aufzählen oder gar beschreiben. Viele Päpste haben hier prunkvolle Grabdenkmäler, aber auch vereinzelt andere Persönlichkeiten. Ein Beispiel hierfür ist die Heilige Birgitta von Schweden, der als einziger Frau die Ehre zuteil wurde, in dieser Kirche bestattet zu werden.

Das jüngste Grabmal ist für Papst Johannes XXIII. Dieser von der Bevölkerung hoch verehrte Papst wurde im Jubeljahr 2000 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Aus diesem Anlass wurde sein Grabmal in den Grotten von St. Peter geöffnet, und man fand den Leichnam unverwest vor. Heute ruht der Heilige Johannes XXIII. in einem gläsernen Sarkophag in der Peterskirche. Wir haben bei unserem Besuch dort viele Pilger, vor allem Italiener, vorgefunden, die an seiner neuen Grabstätte zu "Papa Giovanni" beteten.

Die zahlreichen Altäre, die immer wieder in den Seitenkapellen und an Pfeilern des Petersdoms zu finden sind, zeigen jeweils Nachbildungen von berühmten Kunstwerken. Es sind allerdings keine echten Gemälde, die die Altäre zieren sondern (mit einer Ausnahme in der Sakramentskapelle) Mosaiknachbildungen. Der Vatikan unterhält zur Erstellung eine eigene Mosaikfabrik.

Die Kathedra beherrscht - vielleicht sogar noch mehr als der Baldachin über dem Papstaltar - den Petersdom. Sie ist bereits beim Eintritt zu sehen, das als Taube gestaltete Fenster gibt ein fast übernatürliches Licht wieder und fällt dem Besucher sofort ins Auge, und trotz der gewaltigen Ausmaße scheint sie zu schweben. Dies ist der Platz, von dem der Papst aus "ex cathedra", also mit der höchsten Autorität seines Lehramtes, spricht. Die vier in übermenschlicher Größe dargestellten Personen, die die Kathedra scheinbar tragen, sind Kirchenlehrer: vorne Ambrosius und Augustinus, hinten Athanasius und Johannes Chrysostomos.

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Die Kolpingsfamilie Roisdorf präsentiert Rom und den Vatikan auf ihren Seiten Pilgerwege ROM

Geschrieben 20.11.2002, Geändert 20.11.2002, 5238 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von Lothar W. Pawliczak vom 16.09.2010 08:26:53

Ich empfehle, sich einen Walkman (Antannaaudio) auszuleihen, den es an der Gaderobe unten rechts der großen Freitreppe gibt. In allen wichtigen Sprachen der Welt erhält man so sehr gute Erklärungen zu den Kapellen, Grabmälern und Kustwerken. Als Reisleieter und Stadtführer habe ich keinerlei Verständnis dafür, daß es manche Kollegen nicht sein lassen können, im Petersdom (wie in anderen Kirchen auch) zu erklären - und das dann oft noch zu laut. Und zu photgraphieren (ist selbstverständlich verboten) - und dann noch mit Blitzlicht, ist einfach eine Unverschämtheit. Abgesehen davon, daß dies die Gemälde schädigt: Respekt ist in jedem Gotteshaus geboten!